Allgemeiner Überblick:
Bazzite ist eine Gaming-fokussierte Linux-Distribution basierend auf Fedora Atomic/Silverblue mit dem Ziel, eine konsolenartige PC-Gaming-Erfahrung zu bieten. Es kommt vorkonfiguriert mit Steam, Gaming-Tools und optimierten Einstellungen für maximale Gaming-Performance out-of-the-box.
Einsatzgebiete:
- Gaming: Primärer Fokus – optimiert für Steam, Emulation und PC-Gaming
- Desktop: Funktioniert als normaler Desktop, aber Gaming steht im Vordergrund
- Handheld-Gaming: Speziell angepasst für Steam Deck und ähnliche Geräte
Für wen geeignet:
- Fortgeschrittene
- Gamer, die von Windows zu Linux wechseln wollen
- Nutzer, die ein „Gaming-OS“ ohne viel Konfiguration suchen
- Steam Deck-Enthusiasten
Vorteile:
- Vorkonfiguriert für Gaming (Steam, Lutris, etc.)
- Atomic-Updates (rollback-fähig)
- Nvidia-Treiber bereits integriert
- Gaming-optimierte Kernel-Einstellungen
Nachteile:
- Weniger flexibel als traditionelle Distributionen
- Hauptsächlich auf Gaming ausgerichtet
- Atomic-System erschwert tiefere Systemmodifikationen
Paketmanager: flatpak, brew und rpm-ostree
Beispielinstallation Discord:
Über Flatpak: flatpak install com.discordapp.Discord
Beispielinstallation Midnight Commander:
Über Homebrew/brew: brew install mc
Über rpm-ostree: sudo rpm-ostree install mc
Bazzite empfiehlt, Software eher über Flatpak, Homebrew oder Distrobox statt rpm-ostree zu installieren.
rpm-ostree eignet sich nicht so gut für den Alltag, da es auf einem immutable/atomic System basiert: Änderungen wirken sich systemweit aus, erfordern oft einen Reboot, viele Pakete sind nicht direkt verfügbar, und die Verwaltung von Snapshots und Layers kann für normale Desktop-Nutzer kompliziert sein.
Distrobox ist zwar in seiner Nische etabliert, für alltägliche Anwendungen wirkt es aber oft etwas umständlich.
Für mein Testsystem, das mich mehrere Wochen begleitete, habe ich daher Flatpak genutzt und für Sonderfälle, wie z. B. mc, Homebrew – beides funktionierte zuverlässig.