DietPi ist für mich so etwas wie der Minimalist unter den Linux-Distributionen – perfekt für Leute wie mich, die ein extrem schlankes und ressourcensparendes System auf dem Raspi wollen, ohne auf Komfort zu verzichten. Es basiert in der Regel auf Debian (manchmal auch auf Ubuntu), ist aber so stark abgespeckt, dass es teilweise nur wenige Megabyte groß ist.
Desktop
DietPi ist nicht als klassische Desktop-Distribution gedacht, aber ich kann bei der Installation sehr leicht eine Desktop-Umgebung hinzufügen. Für schwache Hardware, etwa ältere Notebooks oder kleine Single-Board-Computer, ist das ein Segen. Ich bekomme dadurch einen flotten, reaktionsschnellen Desktop, der nur das Nötigste mitbringt.
Server
Das ist für mich die eigentliche Stärke von DietPi. Ich kann aus einem Menü heraus vorkonfigurierte Server-Pakete installieren – von Nextcloud bis Pi-hole. Das spart mir viel Zeit, da DietPi diese Anwendungen gleich optimiert mitbringt.
Weil das System so minimal ist, läuft es selbst auf schwachen Raspberry Pis oder alten Thin Clients noch mit erstaunlicher Leistung.
Gaming
Gaming ist hier nicht die Hauptaufgabe. Klar, ich könnte Steam oder Emulatoren nachinstallieren, aber das wäre nicht die Stärke von DietPi. Für Retrogaming über EmulationStation oder RetroPie-ähnliche Setups funktioniert es jedoch hervorragend – vor allem auf kleinen Geräten.
Für Anfänger oder Fortgeschrittene
Ich finde DietPi sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Nutzer gut geeignet. Anfänger bekommen eine klare Menüführung (dietpi-software), um Programme zu installieren, ohne viele Terminal-Befehle zu kennen. Fortgeschrittene freuen sich über die extrem schlanke Basis und die Möglichkeit, alles von Hand zu optimieren.
Paketmanager und Installation von Midnight Commander
Da DietPi auf Debian oder Ubuntu basiert, nutze ich den Paketmanager APT.
Midnight Commander installiere ich so:
sudo apt update && sudo apt install mc -y