Warum ich Gelegenheits-Linuxern keine „Gaming Rolling“-Distribution als Daily-Driver empfehle
Wer Linux hauptsächlich zum Spielen nutzt, möchte vor allem Performance, aktuelle Treiber und eine reibungslose Nutzung seiner Lieblingsspiele. Rolling‑Release‑Distributionen wie Garuda, Bazzite, CachyOS oder Arch Linux liefern zwar:
- sehr neue Treiber
- Kernel‑Tweaks
- Gaming‑Optimierungen
Doch sie bringen auch Herausforderungen mit sich:
- Rollings → ständiger Update‑Stress
- Ständige Paket‑ und Kernel‑Updates, die ohne Pause laufen, können zu unerwarteten Änderungen oder Konflikten führen
- mögliche Regressionen
- Neuer ist nicht immer stabil. Gaming‑Stacks (Mesa, Proton, Wine, Vulkan) können durch Updates vorübergehend schlechter laufen oder inkompatibel werden
- erhöhter Administrationsaufwand
- Fehlerbehebung, Kernel‑Konflikte, Bibliotheks‑Downgrades oder Broken‑Packages erfordern Zeit und Erfahrung
Die letzten 3 Punkte werden oft übersehen oder vernachlässigt oder sogar ignoriert – genau hier liegt die größte Herausforderung.
Obwohl Nobara seit Version 42 zur Rolling-Release-Familie gehört, ist es technisch gesehen kein klassisches Rolling Release. Es bietet jedoch deutlich schnellere Updates für Gaming-Stacks und Treiber im Vergleich zu einer Standard-Distribution. In der Praxis ähneln der Wartungsaufwand und die Stabilitätsrisiken denen klassischer Rolling Releases – jedoch in erheblich geringerem Maße.